Büchenwerra Historischer Themenweg nach Guxhagen
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- Geschrieben von: Wolfgang Eberth
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Einweihung am 03. Dezember 2017 in Guxhagen-Breitenau
Der Mönch wurde vom Bauhof aufgestellt und als Station des Themenwanderweg von Prof.Ewald Rumpf enthüllt
Ralf Löber vom Arbeitskreis Wanderweg
Verfasst von Ralf Löber, aufgeschrieben und bebildert von Wolfgang Eberth
Station 1 Speckenplatz
Büchenwerra ist bekannt durch seine idyllische Lage, den Campingplatz, seine Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten,
ein indisches Entspannungszentrum und den Fulda-Radweg R1.
Dieser Speckenplatz mit dem eckigen Pavillon wurde 2007 im Rahmen der Dorferneuerung (2004 – 2012) angelegt.
Warum haben wir ihm diesen eigenartigen Namen gegeben?
Bis zum Bau der Fuldabrücke im Jahre 1965 errichteten die Büchenwerraer Männer jedes Frühjahr einen Holzsteg über die Fulda, der für Fußgänger und max. Handwagen gedacht war. Dieser Steg – in unserem Dialekt „Specke“ genannt – musste aber jeden Herbst wegen Hochwassers bzw. Eisgangs wieder abgebaut werden.
(→ Hochwasserzeichen gegenüber an der Mauer der Scheune der Schreinerei Ebert)
Die Bauern durchquerten mit ihren Fuhrwerken eine Furt – etwa 400 Meter flussabwärts.
Das Gemälde ist vom Malerwinkel (Station12) aus entstanden. Die heutige Straße nach Ellenberg war damals
noch ein Feldweg.
Jenseits der Dorfstraße, da, wo jetzt die Metzgerei Hartung steht, befand sich die ehemalige Kilianskapelle. Ein erster Holzbau wurde wohl vom Heiligen Kilian (Ende 7. Jh.) begründet. Als dieser verfiel, errichteten die Guxhagen – Breitenauer Mönche an gleicher Stelle einen Steinbau (nach 1256), der im letzten Viertel des 19.Jhdts. leider abgerissen wurde.
Auf der anderen Seite der Uferstraße sehen Sie den Hof Lange, der im Mittelalter zum Besitz der Grafen von Reichenbach – zwischen Spangenberg und Hess. Lichtenau gelegen – gehörte. Über dem Vorbau erkennen Sie alte Haus- und Segenssprüche.
Dem Kästchen können Sie ein Faltblatt entnehmen, das den Verlauf des „Historischen Rundwanderweges“ aufzeigt.
Wenn Sie die Uferstraße//R1 weiter in Richtung Guxhagen gehen, erreichen Sie als nächste Station die neu errichtete Kilianskapelle.
Wir wünschen Ihnen viele interessante Eindrücke auf Ihrer Wanderung, dem etwa 6 km langen Rundweg.
Station 2 Kilianskapelle
Bei den vorbereitenden Gesprächen zur Dorferneuerung (2004 – 2012) wurde der Wunsch nach einer kleinen Kapelle in Büchenwerra laut. Sie sollte an die historische Kilianskapelle erinnern, die da stand, wo sich heute die Metzgerei Hartung befindet.
Der Heilige Kilian, eigentlich der Apostel der Franken, hat wohl im letzten Drittel des 7.Jhdts. - also etwa 50 Jahre vor Bonifatius – hier missioniert und eine kleine Kapelle erbauen lassen (Urkunde des Bischofs Iringus von Würzburg).
Diese war lt. o.a. Urkunde in 1256 „durch hohes Alter zusammengestürzt“ und danach von den Mönchen des Klosters Breitenau in Guxhagen durch einen Steinbau ersetzt worden. Dieser wurde leider im letzten Viertel des 19.Jhdts. abgerissen. Seine Fundamentsteine wurden zur Uferbefestigung verwendet, beim Bau der Uferstraße wiederentdeckt und umgeben jetzt als Sitzsteine die Terrasse der neuen Kilianskapelle.
2005 gründete sich der „Kapellenverein“ mit dem Ziel der Errichtung und Unterhaltung einer kleinen Kapelle in Büchenwerra. Nach unendlichen Verhandlungen, intensivem Sammeln von Spenden und dem Zuwendungsbescheid der Dorferneuerungsbehörde wurde im Sommer 2009 der Grundstein im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes gelegt. Nach gut einem Jahr Bauzeit wurde im Frühherbst 2010 die Kapelle – wiederum mit einem Festgottesdienst - eingeweiht.
Seit 2011 finden alljährlich jeden Sonntag Nachmittag von Juni bis September kulturelle Veranstaltungen statt und im Winter monatlich eine Taizé-Andacht.
Im November 2014 wurde – nach einigen Schwierigkeiten – die Glocke mit der Aufschrift „Dem Dorf eine Seele geben“ eingeweiht, die am Ostersonntag 2015 (05. April) zum ersten Mal programmgemäß läutete.
Unsere Kapelle soll ein Ort der Stille sein, damit ihre Besucher Kraft schöpfen, zur Ruhe kommen und zu sich selbst finden können.
Wenn Sie nun zur nächsten Station, dem „Dicken Stein“ , weitergehen möchten, wenden Sie sich auf dem R1 in Richtung Guxhagen. - Nach etwa 200 Meter sehen Sie auf der gegenüberliegenden Seite einen Grasweg, der zur Fulda führt. Dort befand sich früher eine Furt, durch die die Bauern mit ihren Fuhrwerken fahren mussten, um auf ihre gegenüberliegenden Felder zu gelangen, weil es ja noch keine Brücke gab.
Station 3 Dicker Stein
Sie befinden sich jetzt an der ehemaligen Gemarkungsgrenze zwischen der früher selbstständigen Gemeinde Büchenwerra und Guxhagen. Seit der Gebietsreform 1971 sind die Ortsteile Albshausen, Büchenwerra, Ellenberg, Grebenau und Wollrode mit Guxhagen zusammengeschlossen.
Die Sitzgruppe hat der in 2010 aufgelöste Heimat- und Verkehrsverein Guxhagen aufgestellt.
Wenn Sie über die Tafel hinweg Richtung Fuldaberg auf die andere Flussseite sehen, können Sie am Uferrand den sog. „Dicken Stein“ erkennen, um den sich die folgende Sage rankt. Peter Schmidt, der einzige Lehrer von Büchenwerra – denn nur von 1913 bis 1931 hatte dieser kleine Ort eine eigene Schule – hat sie aufgeschrieben:
Der Nick vom Fuldaberg
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Eines Tages war dem Fischer von Büchenwerra eine Nixe ins Netz gegangen. Damit war sie „gebannt“, und ihr neuer Herr brachte sie, ohne dass sie sich sträubte, nach Hause.
Zum Erstaunen der Fischersfamilie fing das Wasserweiblein bald an aufzuräumen, zu putzen, zu waschen und sogar zu kochen. Dabei war sie fröhlich und sang vom Morgen bis zum Abend. – Der Nick unterdessen, der seine Nixe vermisste, saß einsam auf dem „Dicken Stein“ unterhalb des Fuldabergs und blies traurige Weisen auf seiner Flöte.
Zwei Sonntagskinder, die sich mit mystischen Wesen unterhalten können, hörten ihn und fragten: „Nick, warum bist du denn so traurig?“ – „Mein Weiblein ist verschwunden und ich kann es nirgends finden“, antwortete er ganz niedergeschlagen. Da konnten ihm die Kinder verraten, wo sich die Nixe aufhielt. Schon am Abend schwamm das Wassermännlein die Fulda aufwärts, richtete sich am Ufer vor dem Fischerhause auf und lockte seine Frau mit seinen wundersamen Melodien wieder ins Wasser – so schnell, dass die Fischersleute sie gar nicht für ihre Dienste entlohnen konnten.
Als diese am anderen Morgen erwachten, hatten sich die Fischschuppen, die die Nixe beim Davoneilen in der Küche verloren hatte, in blanke Taler verwandelt. Da waren die Fischersleute auf einmal so wohlhabend geworden, dass sie den Armen des Dorfes etwas abgeben konnten.
Sie folgen jetzt dem R1 in Richtung Guxhagen zur nächsten Station, der jetzigen Schmiede.
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Büchenwerra und die Kilianskapelle
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Kilianskapelle am Fluss
Einer Gruppe engagierter Einwohner ist es zu verdanken, dass es jetzt nach vielen Jahren wieder eine Kirche im Ort gibt. Sie gründeten den Verein Kilianskapelle Büchenwerra, sammelten Spenden bei Festen, verkauften Kuchen und Getränke für ihr Vorhaben. 50 000 Euro trugen die Vereinsmitglieder auf diese Weise zusammen. Die restlichen Baukosten übernimmt das Förderprogramm Dorferneuerung. Eine Kapelle hatte es früher in der Dorfmitte von Büchenwerra gegeben. Da an derselben Stelle ein Neubau nicht möglich war, suchten die Vereinsmitglieder ein neues Grundstück – und fanden es am Ufer der Fulda. Die kleine Kirche steht nun inmitten der Natur - in direkter Nähe zum Fluss und zum Radweg R 1.
Der Grundstein für Kilianskapelle wurde 26. Juli 2009 in Büchenwerra gelegt.
"Nun ist er gelegt, der Grundstein für die Kilianskapelle". Das kleine Gotteshaus am Fulda-Ufer in Bücheawerra kann jetzt gebaut werden. Am Sonntagvormittag vergruben Mitglieder des Vereins Kilianskapelle während eines Festgottesdienstes den historischen Stein zusammen mit einer Zeitkapsel die Pfarrer Frithjof Trümmler vorbereitet hatte. Darin befinden sich Gegenstände, die an den Tag der Grundsteinlegung erinnern: eine Ausgabe der Melsunger Allgemeinen, das Liederblatt des Festgottesdienstes, die Chronologie der Kapellenrealisierung, das Faltblatt des Kapellenvereins und einige Münzen, denn „so eine Kapelle will finanziert werden", wie Pfarrer Tümmler sagte.
Wieso aber wird das Gotteshaus dem heiligen Kilian geweiht?
„Weil Kilian bereits vor Bonifatius die Region missionierte", erklärten Frithjof Türnmler und Bürgermeistei Edgar Slawik und der Geistliche bat im Gebet: „Herr, lass uns zu lebendigen Steinen werden jeder am richtigen Platz." Damit die neue Kapelle die kommenden Jahrhunderte überdauert wird. ''(zbg)''
Am 19. September 2010 wurde das Gotteshaus in Büchenwerra an der Fulda unter großer Beteiligung der Bevölkerung feierlich eingeweiht. Die Kilianskapelle steht auf einem Platz am Fluss der Fulda, dieser Standort an der Fulda wurde vom Verein „Kilianskapelle Büchenwerra“ bewusst gewählt direkt am Radweg R 1, ideal für Wanderer und Radfahrer, die an der Kapelle eine Rast einlegen möchten. Die Kapelle soll allen offen stehen, auch den Tausenden von Radfahrern, die jeden Sommer hier vorbei fahren.
In Büchenwerra soll der heilige Kilian, ein Wanderbischof, nach der Überlieferung bereits um 680 eine Kapelle errichtet haben, “die Kilianskapelle,” die bei der Gründung des Orts im 11. Jahrhundert zum Dorf gehörte.
Siehe auch
(http://www.kilianskapelle.de)
Die Glocke kommt ins Dorf 15.06.2014
dem Dorf eine Seele geben
Die Glocke wurde am 27. Oktober aufgehangen
die Glockenweihe war am 09. November 2014 Adventssingen am 19.12.2014
Dorferneuerung
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Dorferneuerung von 2003 - 2012
* 24.07.2003 Antragstellung durch Ortvorsteherin Bärbel Peter
* 04.02.2004 Bewilligungsbescheid Dorferneuerung
* 29.09.2004 Förderfähiger Gesamtinvestitionsrahmen
* 30.09.2006 Einweihung Kinderspielplatz
* 30.08.2007 Einweihung Speckenplatz zur 950 Jahrfeier
* 09.10.2009 Einweihung DGH mit Feuerwehrgerätehaus
* 24.10.2011 Einweihung Fußweg im Eichholz
* 30.11.2012 Begrünung, Beschilderung, Abschluss der Dorferneuerung
Dies sind die Projekte, welche durch die Dorferneuerung finanziert wurden.
Feuerwehrvorstand
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Willkommen auf unserer Homepage!
Schön, dass Sie Zeit und Interesse haben, sich näher über die Freiwillige Feuerwehr Büchenwerra zu informieren. Auf der folgenden Seite möchten wir Ihnen aufzeigen, dass so eine Feuerwehr eben nicht nur aus einer Einheit besteht, die Brände löscht, sondern aus viel mehr. Wir möchten Ihnen die unterschiedlichen Bereiche vorstellen und aufzeigen, welches hohe Engagement von vielen an den Tag gelegt wird, um den Brandschutz in Büchenwerra sicherzustellen, aber auch durch unterschiedlichste Veranstaltungen das Miteinander im Ort zu fördern.
Wenn Sie sich über die Arbeit der Feuerwehr näher informieren, die Feuerwehr unterstützen oder sich selbst bei uns engagieren möchten, dann wenden Sie sich an:
Wir aber brauchen, Dich/Sie als aktiven Feuerwehrmann- oder Frau, melde Dich bei uns an:
die Freiwillige Feuerwehr hat auch hier in Büchenwerra die Aufgabe allen Bürgen im Notfall zu helfen. Wir erbringen Dienstleistungen für Aktive und deren Familien bis hin zur Funktion als Sozialhelfer bei persönlichen Notlagen.Dies alles kann allerdings nur erfolgen, wenn genügend aktive Frauen und Männer sich dieser Organisation anschließen. Die freiwillige Feuerwehr Büchenwerra ist ein gemeinnütziger Verein, seine wichtigsten Aufgaben sind:
a.) die Grundsätze des freiwilligen Feuerwehrwesens durch geeignete Maßnahmen, wie gemeinsame Übungen und Werbeveranstaltungen für den Feuerwehrgedanken, zu fördern und zu pflegen;
b.) die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen;
c.) sich den sozialen Belangen der Mitglieder zu widmen;
d.) interessierte Einwohner für die Feuerwehr zu gewinnen;
e.) die Tätigkeit der Jugendwehr und die Jugendarbeit zu unterstützen;
f.) die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege;
g.) die Förderung des Sports;
Um den Verein auch in der Zukunft für alle Forderungen im Brandschutz und der Hilfeleistung auf dem neuesten Stand der Technik zu halten brauchen wir aktive, aber auch passive Mitglieder.
Am 01. Februar 2017 hat Gerd Kilian von Landrat Winfried Becker das Goldene-Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande erhalten
Vorstand in 2009 gewählt für 5 Jahre Vereinsvorstand neu gewählt 2014
Verein Feuerwehr
* Vorsitzender: Wolfgang Eberth
* Stellvertreter: Hans Heiner Döring
* Schriftführer: Karin Münzberg - Reuter
* Stellvertreter Schriftführer: Hans-Peter Carstens
* Kassiererin: Brigitte Grebe
* Stellvertreterin: Ingrid Eberth
* Sportwart: Michael Fischer
* Beauftragte für Naturschutz-Landschaftspflege Birgitt Ebert
In der Jahreshauptversammlung am Samstag dem 29.03.2014
wurde der Vorstand vom Verein der Freiwilligen Feuerwehr Guxhagen-Büchenwerra für 5 Jahre wieder gewählt.
In der Jahreshauptversammlung am Samstag dem 28.03.2015
wurde nachträglich in den Vorstand vom Verein der Freiwilligen Feuerwehr Guxhagen-Büchenwerra für 5 Jahre gewählt.
Gewählt wurde zum
* Gerätewart: Frank Kilian
* Stellvertreter Gerätewart: Volker Kilian
* Aktiven Vertretung: Markus Pächer, Sebastian Köbberling, Mario Grebe.
Vorsitzender, mit ehemaligem Wehrführer und Vorstandsmitgliedern
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